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Arbeitnehmer

Arbeitgeberzuschuss bei PKV

Bei GKV-Pflichtversicherten übernimmt der Arbeitgeber etwa die Hälfte des Beitrags, privat Krankenversicherte erhalten dagegen einen Zuschuss des Arbeitgebers zum Krankenversicherungsbeitrag. Der Zuschuss umfaßt den Beitrag des Arbeitnehmers und seiner Angehörigen, wenn sie in der PKV vollversichert sind. Der Zuschuss, der vom Arbeitgeber auf das Konto des Arbeitnehmers überwiesen wird, ist steuerfrei, evtl. erhaltene Beitragsrückerstattungen haben keinen Einfluss auf den Arbeitgeberzuschuss, ebenso vom Arbeitnehmer getragene Selbstbehalte. Der jährliche Selbstbehalt eines PKV-Tarifs darf 5.000 € nicht übersteigen, damit Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss besteht. Nicht gut zu wissen: privat versicherte Mütter haben während der Mutterschutzfristen keinen Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss, was ein großer Nachteil gegenüber gesetzlich versicherten Müttern ist.

Der Arbeitgeberzuschuss ist nach oben begrenzt (2013 max. 287,44 €, 2012 max. 279,23 €, 2011 max. 271,01 €, 2010 max. 262,50 €) für die Krankenversicherung und 37,29 € für die Pflegeversicherung. Der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung hängt von der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der GKV ab und wird folgendermaßen berechnet: BBG x 7,3 %. Da die BBG 2012  3.825 EUR (2013 = 3.937,50 €) betrug, lautet hier der max. Arbeitgeberzuschuss 279,23 EUR. Liegt der gesamte PKV-Beitrag, d.h. eigener Beitrag inklusive des Beitrags des Ehegatten und der Kinder, bei max 558,46 € (279,23 € x 2) wird die Hälfte des PKV-Beitrags vom Arbeitgeber übernommen (siehe Zahlenbeispiel unten). Liegt der Gesamtbeitrag darüber, zahlt der Arbeitnehmer den Mehrbeitrag alleine. Liegt der Gesamtbeitrag unter 558,46 € beträgt der Zuschuss die Hälfte des tatsächlich für die private Krankenversicherung aufgewendeten Beitrags.

Zum selberrechnen siehe Excel-Beitragsrechner.

Zu den Angehörigen gehören neben dem Ehepartner, die Kinder, die Enkel und die Pflegekinder soweit sie vom Versicherten überwiegend unterhalten werden. Die Angehörigen dürfen allerdings folgende Einkommensgrenzen nicht übersteigen: aktives Einkommen (z.B. aus Minijob) maximal 400 € im Monat und passives Einkommen (z.B. Mieteinnahmen, Zinsen) maximal 365 € im Monat.