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Beitragskalkulation in der PKV


Der Beitragskalkulation der privaten Krankenversicherung liegt das Kapitaldeckungsverfahren zugrunde. Es besagt, dass die Beiträge so zu kalkulieren sind, dass sie die Ausgaben über die gesamte Laufzeit des Vertrages decken können. Dazu ist es erforderlich Rücklagen für die Zukunft zu bilden um die höheren Kosten im Alter bezahlen zu können. In der PKV zahlt jeder Versicherte einen individuellen Beitrag, der von seinem persönlichen Risiko und seiner gewählten Tarifleistung abhängt. Das Eintrittsalter hat dabei wesentlichen Einfluss auf die Beitragskalkulation, ebenso wie das Geschlecht, weil unterschiedlich hohe Lebenserwartungen und Krankengeschichten zu höheren Beiträgen für Frauen führen. Der PKV-Beitrag besteht aus folgenden drei Komponenten:
  • Risikoanteil, der die Krankheitskosten im aktuellen Jahr abdeckt
  • Sparanteil, der die steigenden Kosten im Alter berücksichtigt und in der Altersrückstellung angesammelt wird
  • Kostenanteil, der alle mit dem Vertrag verbundenen Kosten abdeckt

Die Risikoprämie deckt das individuelle Risiko des einzelnen Privatversicherten und wird für jeden Tarif und innerhalb des Tarifs für jede Altersgruppe einzeln berechnet. Dazu muss zunächst anhand von Wahrscheinlichkeitstafeln und anderen statistischen Daten geschätzt werden wie oft und in welchem Umfang medizinische Leistungen in Anspruch genommen werden. Der so ermittelte PKV-Beitrag gilt allerdings nur für ein normales Risiko. Bestehende Vorerkrankungen können nur mit Risikozuschlägen oder Leistungseinschränkungen versichert werden.