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Beispiele für PKV und GKV-Beiträge im AlterDa über die Beitragsentwicklung im Alter lange philosofiert werden kann, wollen wir jetzt die Zahlen sprechen lassen. Es hängt auch von individuellen Faktoren wie Einkommen ab, ob denn nun die gesetzliche oder private Krankenversicherung im Alter besser abschneidet. Es werden jeweils zwei Tarife aus der privaten Krankenversicherung mit der GKV verglichen. Einmal ein normaler Tarif für einen 35jährigen Mann und einmal ein Tarif mit Beitragsentlastung im Alter (BEA). Hier zahlt der privat Versicherte freiwillig einen Aufpreis zum Normalbeitrag, damit er ab dem 65. Lebensjahr eine gewünschte Beitragssenkung bekommt. Der gesetzliche Beitrag wurde mit durchschnittlichen Steigerungen, die sich in den letzten 10 Jahren beim Beitragssatz (0,6%) und der Beitragsbemessungsgrundlage (BBG = 1,7%) ergeben haben, hochgerechnet. Als aktueller Beitragssatz wurden 14,4% genommen und berücksichtigen den Zuschlag von 0,9% seit Juli 2005. Da eine breite Masse im Rentenalter weniger Einkommen hat, wurde unterstellt, dass dieses um 25% unter dem aktuelle Einkommen liegt. Somit fällt der Beitrag eines gesetzlich Versicherten ab dem 65. Lebensjahr um 25%.
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Hier fällt der Vergleich ganz klar zugunsten der PKV, da ein Gutverdiener (4.000 €) in der GKV aktuell 582 EUR Beitrag zahlen muß, der innerhalb von 30 Jahren auf 929 € ansteigt. Wenn das Einkommen des Rentners um 25% fällt und voll unter der BBG liegt, beträgt der Beitrag in der GKV 697 €. Der Normalbeitrag in der PKV beginnt mit 230 € und steigt bei unter stellten jährlichen Steigerungen von 3,5% auf 646 € im Rentenalter, wo er nun eingefroren wird, weil jetzt die Altersrückstellung verwendet wird um den Beitrag stabil zu halten. Im Spezialtarif BEA zahlt der privat Versicherte 44 € zusätzlich zum Normalbeitrag, damit sein Beitrag ab dem 65. Lebensjahr um 200 € sinkt. Er erkauft sich somit eine echte Beitragssenkung von 200 €. Hier sind auch niedrigere Werte möglich, z.B. kosten 100 € Beitragssenkung für einen 35jährigen Mann nur 22 €. Der Knick in der Grafik bei Alter 60 kommt zustande, weil in diesem Alter der Beitragsanteil in der PKV für die gesetzliche Altersrückstellung wegfällt. | |
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Ein Mann mit 3.000 € Einkommen zahlt in der GKV aktuell 491 € und im Alter 523 € wenn sein Einkommen um 25% fällt (sonst 697 €). Damit liegt er unter dem PKV-Normalbeitrag von 646 €, nicht aber unter dem Spezialtarif BEA, bei dem der Normalbeitrag hier um 150 € gesenkt wird. Diese garantierte Beitragssenkung kostet 33 € zusätzlichen Monatsbeitrag. Dieses Beispiel gilt nur für einen Selbständigen, da sich ein Arbeitnehmer mit 3.000 € mtl. Einkommen nicht privat versichern kann. | |
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Wer einen PKV-Tarif erwischt bei dem die durchschnittlichen Beitragssteigerungen pro Jahr nicht 3,5% (guter Wert), sondern 5,5% (schlechter Wert) betragen, zahlt als Rentner einen höheren Beitrag als in der GKV. Hier bleibt nur noch ein Wechsel in den Standardtarif, bei dem der Beitrag auf den Höchstbeitrag der GKV begrenzt ist. Voraussetzung ist hier, daß man mindestens 10 Jahre privat krankenversichert war. Es kann daher nicht oft genug betont werden, wie wichtig die Auswahl einer Gesellschaft ist bei der die Beitragsstabilität ein wichtiges strategisches Ziel ist. | |
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Bei einer 35jährigen Frau fällt der Vergleich zur GKV nicht so gut aus wie bei Männern, da bei Frauen der PKV-Beitrag von Anfang an auf hohen Niveau liegt, bleibt aber bis zum 50. Lebensjahr unter dem GKV-Höchstbeitrag. Bei 25jährig. Frauen sieht das Ergebnis deutlich besser aus. Hier liegt der BEA-Tarif auch im Rentenalter auf GKV-Niveau, allerdings bei deutlich besseren Leistungen. | |