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Kritikgeeignete Vermittler für PKVBei der Vermittlung von Versicherungen sind verschiedene Typen tätig. Im wesentlichen sind es Versicherungsvertreter, Makler und Versicherungsberater. Da es zwischen diesen drei Vermittlertypen große Unterschiede gibt, sollte der Kunde gleich zu Beginn des Gespräches klären, mit wem er es zu tun hat. Der Makler ist ein reiner Vermittler, der Tarife von Gesellschaften vermittelt, die mit Maklern zusammenarbeiten bzw. mit denen er Provisionsvereinbarungen abgeschlossen hat. Der Vertreter arbeitet für eine Gesellschaft, dessen Tarife er vermittelt. Der Makler ist hier unabhängiger, da er nicht an eine bestimmte Gesellschaft gebunden ist, sondern die Tarife von mehreren (aber nicht allen) Gesellschaften anbieten kann. Wirklich unabhängig ist nur der Versicherungsberater, weil er auch Gesellschaften vermitteln kann, die nicht mit Maklern zusammenarbeiten (HUK, Debeka, LVM). Dies ist nur möglich, weil er nicht wie der Makler von der Provision lebt, sondern sein Honorar direkt vom Kunden bezahlt wird. Die Beantwortung der Frage, wer nun der empfehlenswerteste Vermittler für einen wichtigen Vertrag wie der PKV ist, hängt davon ab, ob man heute oder später weinen möchte. Beim Vertreter (nur Tarife einer Gesellschaft im Angebot) und Makler (nur Tarife bevorzugter Gesellschaften) ist die Gefahr aufgrund der Interessenkonflikte zu groß, erst nach Jahren feststellen zu müssen, dass man einen schlechten Tarif bzw. Gesellschaft bekommen hat. Selbst bei einem moralisch einwandfreien Makler, der keine bevorzugten Gesellschaften hat, besteht das Problem, dass es wie oben erwähnt Gesellschaften gibt, die überhaupt nicht mit Maklern zusammenarbeiten und diese Gesellschaften zufällig zu den guten Gesellschaften gehören. Es bleibt somit festzustellen, dass für einen vernünftigen Bürger nur der Versicherungsberater der geeignete Vermittler ist und die beiden anderen Vermittlertypen bei wichtigen Versicherungen wie der PKV nicht geeignet sind. Auch sollte man nicht dem Irrtum erliegen, dass der Makler kostenlos ist, weil er seine Provision von der Versicherungsgesellschaft bekommt, da der Kunde diese am Ende über den Beitrag (verdeckt) selbst zahlt.
Vermittler und AusbildungEine Gefahr beim Vertreter und Makler ist nach wie vor die schlechte Ausbildung. Zwar verhindert die Vermittlerrichtlinie, dass seit 2007 Leute ohne jede Ausbildung als Vermittler arbeiten können, doch ist die geforderte Ausbildung recht schmalspurig. Schätzungen gehen davon aus, dass von den 500.000 Vermittlern in der Versicherungsbranche nur 50.000 eine gute Qualifikation haben. Das sind nur 10%, d.h. die Wahlrscheinlichkeit, dass ein Kunde auf einen ahnungslosen Sprücheklopfer trifft ist sehr hoch. Die häufigste Strategie von schlecht ausgebildeten Vermittlern ist die ausgefeilte Rhetorik mit der sie das fehlende Fachwissen so gut ausgleichen, dass viele Kunden aufgrund fehlender Kenntnisse nur schwer einen inkompetenten Schwätzer erkennen können. Daher ist es empfehlenswert sich die Ausbildung des Vermittles schriftlich nachweisen zu lassen. Wer meint, daß das aufgrund seiner guten Menschenkenntnis nicht notwendig ist, könnte bei Versicherungsvermittlern eines besseren belehrt werden. Erstaunlich viele haben die Fähigkeit selbst bei völliger Ahnungslosigkeit flüssig und für Laien überzeugend zu wirken, obwohl sie gerade mal fünf Fachbegriffe kennen. Die brancheninterne Prüfung zum Versicherungsfachmann (BWV) sollte jeder vorweisen können. Als solide gilt auch die abgeschlossene Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Anspruchsvoller sind die Weiterbildungen zum Versicherungsfachwirt bzw. Versicherungsbetriebswirt. Am besten ist natürlich ein Ökonomiestudium mit Schwerpunkt Versicherungswesen.
PKV-Fachwissen des Vermittlers testenNachfolgend finden Sie drei Fragen, die jeder Vermittler von privaten Krankenversicherungen ohne Nachschlagen beantworten können muß. Es handelt sich um grundsätzliche Fragen, die so ausgewählt sind, dass keine zweideutigen Antworten möglich sind. Die Fragen können auch beiläufig im Gespräch gestellt werden, so daß der Vermittler nicht merkt, daß sein Fachwissen geprüft wird.
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