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Was sind die Gründe für die
Misere der gesetzlichen Krankenversicherung?
Trotz aller Bemühungen durch Gesundheitsreformen konnte die
gesetzliche Krankenversicherung nicht stabilisiert werden. Das
umlagefinanzierte System der GKV funktioniert nicht mehr, weil es durch die
demografische Entwicklung aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Immer
weniger aktive junge Arbeitnehmer müssen die Krankheitskosten von immer mehr
älteren Mitgliedern finanzieren. Die jüngst beschlossene Gesundheitsreform
bringt Beitragserhöhungen von mindestens 0,5% mit sich, bei gleichzeitigen
Leistungs- kürzungen. Solange sich das Verhältnis zwischen jungen und alten
Beitragszahlern bzw. beitragsfrei Mitversicherten nicht umkehrt, wird das
umlagefinanzierte gesetzliche System von der Hand in der Mund leben. Zur
Zeit sieht es nicht danach aus, im Gegenteil das Verhältnis zwischen Jungen
und Alten verschlechtert sich weiter und der Gesetzgeber versucht mit allen
Mitteln (z.B. Anhebung der Versicherungspflichtgrenze, neue
Wartezeitregelung) solvente
Beitragszahler im gesetzlichen System zu halten. Wie lange solche Maßnahmen
reichen das System vor dem Kollaps zu retten, darüber kann nur spekuliert
werden. |
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